Therapie des gestörten Milieus

Der Energiestoffwechsel von Krebszellen und gesunden Zellen unterscheidet sich wesentlich. Die Energiegewinnung über die Mitochondrien (Energiekraftwerke der Zellen) ist bei Krebszellen gestört, das heißt, dass die Verbrennung von Glucose unter Verbrauch von Sauerstoff über die sog. Zellatmung nicht mehr funktioniert.

Um den bei Tumorwachstum großen Energiebedarf zu decken, nutzt die Krebszelle einen alternativen und weniger effizienten Stoffwechselweg: die Vergärung von Glukose im Zytoplasma. Die dabei anfallende Milchsäure (Laktat) wird in das die Krebszelle umgebende Zwischenzellgewebe (extrazelluläre Matrix) transportiert und bildet um die Krebszelle herum einen sog. „Säureschutzmantel“, der sich sehr negativ auf den Verlauf einer Krebserkrankung auswirkt:

  • Der „Säureschutzmantel“ um die Krebszelle herum verhindert den Angriff von Immunzellen (z. B. natürlichen Killerzellen und Makrophagen), die Krebszellen im sauren Milieu weder erkennen noch abtöten können.
  • Ebenfalls ist die Wirksamkeit von Chemotherapien und Bestrahlung durch den Säureschutzmantel reduziert (Schwab et al., 2011).
  • Darüber hinaus können Krebszellen durch die starke Säurebildung besonders gut in gesundes bzw. durch Chemotherapie und Bestrahlung vorgeschädigtes Gewebe vordringen und Metastasen bilden. Es konnte gezeigt werden, dass Patienten dadurch früher versterben (Grimm et al., 2013)

Die Therapie des gestörten (übersäuerten) Milieus
der extrazellulären Matrix im Allgemeinen ist von allergrößter Wichtigkeit.
Hierfür setzen wir drei Substanzen ein:

DCA (Dichloracetat)

DCA reaktiviert die Pyruvatdehydrogenase, wodurch Pyruvat, ein Zwischenprodukt der Glukosevergärung im Zytoplasma wieder in die Mitochondrien eingeschleust werden kann. Dadurch wird die Bildung von Lactat (Milchsäure) verringert. Die Säureproduktion wird abgestellt. Wenig geschädigte Mitochondrien können regenerieren und die Energiebildung durch Zellatmung wieder aufnehmen, stark geschädigte Mitochondrien sterben unter DCA in Verbindung mit einer zusätzlichen zytotoxischen Therapie ab (z.B. Amygdalin).

ProcCluster

ProcCluster ist eine Weiterentwicklung der klassischen Procain-Baseninfusion. Hierbei ist es gelungen, Procain direkt mit dem Basenpuffer Natriumbicarbonat zu verbinden (Cluster). Die Wirkung von Procain und Natriumbicarbonat wird dadurch direkt in der extrazellulären Matrix entfaltet. Beide zusammen bewirken eine Anhebung (Neutralisierung) des dortigen pH-Wertes, schwächen also den sog. „Säureschutzmantel“ der Tumorzellen ab. Darüber hinaus ist Procain gefäßerweiternd, antiproliferativ (zellwachstumshemmend auf Tumorzellen), sowie entzündungshemmend und antioxidativ (es neutralisiert freie Sauerstoffradikale). Ferner reaktiviert Procain die Hypermethylierung von p53 und bcl-2, wichtige Proteine in der Krebsabwehr.

Germanium

Im sauren Milieu liegen vermehrt H+ Ionen vor. Diese verbinden sich mit den Sauerstoffatomen des organischen Germaniums, was zu einer Entsäuerung der extrazellulären Matrix führt.

Energieaufbau

Meist gehen Krebserkrankungen vor allem im fortgeschrittenen Stadium mit einem Mangel an Lebensenergie einher. Einige Therapien sind noch zusätzlich belastend. Zum Erhalt der Lebensqualität und zur Verbesserung der Prognose ist der Energieaufbau von zentraler Bedeutung.

Ziel ist die Verbesserung der mitochondrialen Zellatmung und dadurch der zelllulären Energiegewinnung. In unserer Praxisklinik setzen hierfür wir folgende Methoden ein:

  • Behandlung mit gezielten elektromagnetischen Frequenzen mittels Vitalfeldtechnologie
  • hochdosierte Infusionen mit Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und Aminosäuren
  • Fortsetzung der gezielten Substitution wichtiger Vitalstoffe durch Nahrungsergänzungsmittel zwischen den Therapiesitzungen

Chronische Müdigkeit ist eine häufige Folge von Chemotherapie, da viele Substanzen die Funktion der Mitochondrien stören. Hier können die Methoden der mitochondrialen Medizin einen wertvollen Beitrag zur Erholung des Organismus leisten.

Adresse

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PRAXISKLINIK DR. GASSMANN
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