Lokale Tiefenhyperthermie (Oncothermie)

Seit mehr als 25 Jahren wird die lokale Tiefenhyperthermie intensiv erforscht und weiterentwickelt. Sie wird häufig als vierte Säule der Krebstherapie neben Operation, Bestrahlung und Chemotherapie diskutiert.

Inzwischen sind weltweit mehrere hunderttausend Behandlungen mit gutem Erfolg und praktisch ohne Nebenwirkungen durchgeführt worden.

Im Gegensatz zur gesunden Zelle liegt die Membranspannung der Krebszelle nicht bei -70 mV, sondern bei ca. -30mV bis -40mV. Dadurch verändert sich das Resonanzverhalten der die Krebszelle umgebenden extrazellulären Matrix.

Während gesundes Gewebe im Bereich der extrazellulären Matrix eine Resonanzfrequenz von ca. 100 MHz hat, geht die extrazelluäre Matrix in der Umgebung von Tumorzellen bei ca. 10 bis 16 MHz in Resonanz.

Durch Abgabe einer Frequenz von 13,56 MHZ erhitzt die lokale Tiefenhyperthermie (Oncothermie) das Tumorgewebe gezielt. Die Wärme dringt durch die Zellmembran in die Tumorzelle ein und kann dort Eiweißstrukturen zerstören.

Neben der direkt zellzerstörenden Wirkung kann die lokale Tiefenhyperthermie die Wirkung von Chemotherapie, Bestrahlung und von biologischen Krebsmedikamenten wie z. B. Amygdalin (B17), Artesunate, Hochdosis-Vitamin C und Curcumin verstärken.

Mehrere Untersuchungen belegen, dass die regionale Tiefenhyperthermie in Verbindung mit Hochdosis-Vitamin C die Wirksamkeit einer Chemotherapie verbessern und gleichzeitig die Nebenwirkungen signifikant reduzieren kann.

Darüber hinaus stärkt die lokale Tiefenhyperthermie durch Aktivierung natürlicher Killerzellen die Immunkompetenz in der Umgebung des Tumors. Aus diesem Grund ist die lokale Tiefenhyperthermie im Zusammenhang mit der gleichzeitig angewandten Chemotherapie ein wissenschaftlich anerkanntes Heilverfahren.

Eine Studie des Klinikums der Universität München (Prof. Dr. Rolf Issels) zeigte sehr gute Ergebnisse bei Weichteilsarkomen.

In der Studie wurde „eine fokussierte Erwärmung in Kombination mit einem elektrischen Feld“ im Rahmen der regionalen Tiefen-Hyperthermie als ergänzende Behandlungsoption zu den herkömmlichen schulmedizinischen Therapieverfahren geprüft.

Dabei zeigte sich ein signifikant verlängertes Überleben unter regionaler Tiefenhyperthermie mit Chemotherapie (15,4 Jahre) im Vergleich zu Chemotherapie alleine (6,2 Jahre).

Ganzkörper-Hyperthermie

„Gebt mir die Macht, Fieber zu erzeugen und ich heile Euch jede Krankheit“ sagte der griechische Arzt Galen vor fast 2000 Jahren.

Bei der Ganzkörperhyperthermie wird die Körpertemperatur auf 38,5 bis 40,5 Grad Celsius erhöht (moderate Hyperthermie). Wie beim natürlichen Fieber führt dies zu einer massiven Immunstimulation.

In der Grundlagenforschung wurde gezeigt, dass bei Temperaturen über 39.5°C das Wachstum von Tumorzellen gehemmt wird.

Durch Überhitzen entsteht in der Tumorzelle Sauerstoffmangel. Der Zellstoffwechsel wird gestört, was zum programmierten Zelltod (Apoptose) der Tumorzellen führen kann. Die Behandlung ist dabei für den Patienten nicht belastend und wird häufig als angenehm empfunden.

Tumorzellen sind für das Immunsystem häufig nicht zu erkennen. Unter dem Einfluß von Hitze verändern sie sich und bilden sog. “Hitzeschockproteine“ auf ihrer Oberfläche aus. Das Immunsystem erkennt Zellen mit diesem Merkmal als körperfremd und bekämpft sie. Gesunde Zellen bilden keine Hitzeschockproteine.

Hyperthermie kann die Wirkung von Chemotherapien und Bestrahlung verstärken. Teilweise kann eine zuvor nicht wirksame Chemotherapie oder Bestrahlung wieder erfolgreich sein, wenn sie mit Hyperthermie kombiniert wird.

Über die Behandlung von Krebserkrankungen hinaus ist die Ganzkörperhyperthermie aber auch z. B. bei chronischer Borreliose, Allergien, Fibromyalgie, rheumatischen Erkrankungen, chronischer Müdigkeit, Depressionen und zur Unterstützung der Schwermetallausleitung sehr wirkungsvoll, was in vielen medizinischen Studien gezeigt werden konnte.

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